Passwörter sicher weitergeben: Die komplette Anleitung
Passwörter über E-Mail, Chat oder SMS zu teilen ist gefährlich: Jeder, der den Verkehr mitliest – Provider, Arbeitgeber oder Angreifer – erhält das Passwort im Klartext. Auch verschlüsselte Messenger speichern Nachrichten zumindest temporär serverseitig. Dieser Guide zeigt, wie die Weitergabe stattdessen zero-knowledge abläuft.
Vorteile der Zero-Knowledge Architektur
- Warum E-Mail, Chat und SMS für Zugangsdaten ungeeignet sind
- Die Zero-Knowledge-Methode: Verschlüsselung im Browser vor dem Upload
- Der Key im URL-Fragment (#) wird nie an den Server übertragen
- Optionaler Passwortschutz als zweite Schicht (PBKDF2, 600.000 Iterationen)
- Link und Passwort bewusst über getrennte Kanäle versenden
Worum es in diesem Guide geht
Passwörter über E-Mail, Chat oder SMS zu teilen ist gefährlich. Jeder, der den Verkehr mitliest – ob Provider, Arbeitgeber oder Angreifer – erhält das Passwort im Klartext. Selbst verschlüsselte Dienste wie WhatsApp oder Telegram speichern Nachrichten serverseitig, zumindest temporär, und können unter Umständen darauf zugreifen.
Bei der Zero-Knowledge-Methode wird das Passwort im Browser verschlüsselt, bevor es den Server erreicht. Der Server speichert nur Ciphertext. Der Entschlüsselungs-Key befindet sich im URL-Fragment nach dem #, das Browser nicht in HTTP-Requests übertragen. Praktisch heißt das: Passwort in den Composer schreiben, der Browser verschlüsselt mit AES-256-GCM vor dem Upload, du erhältst einen Link mit dem Key im Fragment, teilst ihn über einen zweiten Kanal – und nach dem Lesen wird der Link zerstört.
Für besonders sensible Zugangsdaten empfiehlt sich der optionale Passwortschutz. Dabei wird das Passwort als zweite Schicht der Schlüsselableitung verwendet, mit PBKDF2 und 600.000 Iterationen. Ohne dieses Passwort ist der Entschlüsselungs-Key in der URL nutzlos. Wichtig ist dabei, Link und Passwort über verschiedene Kanäle zu teilen: Link per E-Mail, Passwort per SMS – oder umgekehrt.
Passwörter sicher weiterzugeben erfordert Zero-Knowledge-Verschlüsselung. Das lässt sich in Sekunden erledigen – ohne Registrierung, ohne Software-Installation, direkt im Browser. Der Server sieht nie das Passwort, und nach dem Lesen ist es unwiderruflich gelöscht.
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